Mehr Schutz auf dem P-Konto mit Bescheinigung

Auf dem P-Konto können zusätzlich weitere Beträge geschützt werden, z.B. Kindergeld, Unterhaltsverpflichtungen für Ehegatten und Kinder oder auch Sozialleistungen, die in einer Bedarfsgemeinschaft entgegengenommen werden. Diese können den Grundfreibetrag um weitere Freibeträge erhöhen.

Somit steht Ihnen für die erste Person (z.B. Ehepartner, Kind), der Sie Unterhalt gewähren, ein weiterer Freibetrag von 387,22 Euro zu. Hinzu kommen weitere Freibeträge von jeweils 215,73 Euro, sofern für weitere Unterhaltsberechtigte Unterhalt geleistet wird. Das gilt auch, wenn Sie für andere Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (zum Beispiel Lebensgefährtin, Stiefkind) Leistungen entgegennehmen.

Somit gelten die folgenden Freibeträge für ein P-Konto:

  • 1.416,11 Euro bei Unterhaltspflicht für eine Person
  • 1.631,84 Euro bei Unterhaltspflicht für zwei Personen
  • 1.847,57 Euro bei Unterhaltspflicht für drei Personen
  • 2.063,30 Euro bei Unterhaltspflicht für vier Personen
  • 2.279,03 Euro bei Unterhaltspflicht für fünf Personen

Achtung: Voraussetzung dafür ist, dass Sie als Kontoinhaber Ihrer Bank eine Bescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass es sich um solche geschützten Freibeträge oder Geldeingänge handelt. Eine solche Bescheinigung können ausstellen: Arbeitgeber, Familienkassen, Sozialleistungsträger, anerkannte Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen oder Rechtsanwälte.

Weitere Freibeträge können Sie durch eine Bescheinigung nach § 850k Abs. 5 ZPO oder den entsprechenden Leistungsbescheid über die oben genannten pauschalierten Freibeträge hinausgehend gegenüber Ihrer Bank nachweisen (z. B. einmalige Sozialleistungen, laufende Leistungen, die Sie zum Ausgleich eines durch gesundheitlichen Schaden bedingten Mehraufwandes erhalten), so dass auch diese Beträge auf dem Konto nicht mehr gepfändet werden können.