P-Konto darf nicht mehr kosten

P-Konto GebührenGebühren, die teilweise deutlich über denen liegen, die für ein normales Girokonto bei der Bank gefordert werden, sind noch immer ein Ärgernis. Das OLG (Oberlandesgericht) Schleswig-Holstein hat in seiner Entscheidung dazu festgestellt, dass dieses Verhalten unzulässig ist (Az.: 2 U 10/11).

Das Oberlandesgericht erklärte, dass die Banken für die Einrichtung und die Führung eines Pfändungsschutzkontos (P-Konto) keine höheren Gebühren verlangen dürfen als für ein normales Girokonto. Dieses Verhalten würde, so das OLG, die betroffenen Kunden in unangemessener Weise benachteiligen.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände war gegen die höheren Gebühren bzw. die entsprechenden Klauseln in den AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) vorgegangen.

Nutzung der Geldkarte nicht automatisch ausgeschlossen

Das Gericht sprach sich gleichzeitig auch gegen die Praxis aus, daß mit der Umwandlung in ein P-Konto die Nutzung der Geldkarte ausgeschlossen wurden. Das sei nur durch eine Beendigung des Dauerschuldverhältnisses möglich, auf welchem die Nutzung der ausgegebenen VISA-/EC-/Maestro-Karte beruhe. Und das wiederum kann nur durch eine Kündigung erfolgen, nicht aber die bloße Umwandlung eines Girokontos.