Altersvorsorge und Privatinsolvenz: Auch Riestervermögen kann gepfändet werden

Riesterrente und PrivatinsolvenzWenn eine Privatperson ihre Rechnungen bzw. Schulden nicht mehr bezahlen kann, wird das Vermögen gepfändet. Das gilt auch für die private Altersvorsorge!
Jedoch muss dabei die Altersvorsorge über die Riester-Rente auch bei einer Privatinsolvenz nicht zwingend betroffen sein, wenn die Anleger etwas Entscheidendes beachten:

Das im Riestervertrag angesparte Vermögen ist pfändbar, wenn es auf Beiträgen beruht, die nicht gefördert worden sind. Das bedeutet: Hat der Anleger keinen Antrag auf Förderung gestellt oder wurde die Förderungsgrenze überschritten, kann das Geld innerhalb der gesetzlichen Grenzen gepfändet werden.

Daher sollten Riestersparer die Förderung regelmäßig beantragen, damit die Beiträge und das daraus resultierende Vermögen geschützt sind. Das Amtsgericht München (Aktenzeichen: 273 C 8790/11) hatte einen solchen Fall zu entscheiden, hier hatte die Klägerin dies versäumt. Dadurch verlor sie ihre gesamte Riester-Anwartschaft, als sie Privatinsolvenz anmeldete und daraufhin die Versicherung den Rückkaufswert der Police an den Insolvenzverwalter auskehrte.